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Informativ : Personalexperten mit guten Perspektiven

Köln. Ob Arbeitsvermittlung, Personalberatung oder Zeitarbeit - hier dreht sich alles ums Personal.

Personaldienstleister helfen anderen Unternehmen bei der Auswahl, Einstellung, Betreuung und Vermittlung von Arbeitskräften. Und diese Hilfe ist zunehmend gefragt, denn Arbeit wird immer häufiger in Projekten erledigt und immer mehr Unternehmen übergeben Teilaufgaben an andere Unternehmen.

Von August an können Personalvermittler und Zeitarbeitsfirmen mit dem neuen Ausbildungsberuf des Personaldienstleistungskaufmanns und der Personaldienstleistungskauffrau ihre Fachkräfte selbstständig und gezielt für die Bedürfnisse ihrer Branche ausbilden. „Allein in Köln könnten zum Herbst rund 40 Ausbildungsplätze entstehen, bundesweit ist mit rund 1.000 potenziellen Ausbildungsplätzen zu rechnen“, so Wilhelm Oberste- Beulmann, Geschäftsführer der Duisburger Start Zeitarbeit NRW GmbH und Vorstandsmitglied beim Bundesverband Zeitarbeit Personal- Dienstleistungen e.V. (BZA).

„Ein neuer Beruf ist immer auch eine Chance für junge Leute, die eine Ausbildungsstelle suchen“, sagt Stefan Krause, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Köln. „Der Beruf des Personaldienstleistungskaufmanns erweitert das Spektrum insbesondere für Jugendliche, die sich für kaufmännische Tätigkeiten interessieren. Zugleich ermöglicht er den Zeitarbeitsunternehmen, Fachleute für die spezifischen Aufgaben der Branche auszubilden.“ Für die Agentur für Arbeit macht Krause deutlich, dass die Berufsberatung aktiv daran mitwirken werde, den jungen Beruf ins Bewusstsein der Bewerber zu rücken. „Wir setzen darauf, dass am ‚Tag des Ausbildungsplatzes’ in unserem Haus, am 26. Mai, unter den Betrieben, die Ausbildungsplätze anbieten, mindestens auch ein Zeitarbeitsunternehmen vertreten sein wird.“ Das sei auch deshalb wichtig, weil dieses Berufsbild Erläuterung brauche, um potentiellen Bewerbern klare Vorstellungen vom Berufsbild ermitteln zu können. Erste Stellen, aber auch erste Bewerber für den neuen Beruf seien bei der Arbeitsagentur schon jetzt gemeldet.

Die jungen Leute lernen während der dreijährigen Ausbildung, wie man Personal wirbt, auswählt und berät, wie man einstellt und vermittelt. Außerdem kümmern sie sich um die Einsatzplanung und -vorbereitung und lernen die rechtlichen Grundlagen von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Beschäftigungsverhältnissen kennen. Damit erfahren die späteren Personalprofis alles über die Abläufe einer Personalabteilung und sind somit im Personalwesen eines jeden Unternehmens einsetzbar. Der Ausbildungsberuf ist für alle Schulabgänger mit entsprechender Neigung geeignet. Ausgebildete PDKs können später zum Beispiel als Personaldisponenten, Personalreferenten oder auch als Personalleiter arbeiten. In Planung ist überdies die berufliche Weiterbildung zur Personalfachwirt. Auch ein Bachelor- und Masterstudiengang für die Personaldienstleistung ist in Vorbereitung.

Die neuen Personaldienstleistungsfachleute können insbesondere in der Zeitarbeitsbranche ihre Einsatzfelder finden, denn diese Branche wächst besonders stark: Deutschlandweit gibt es nach Angaben der Branchenverbände mehr als 5.000 überwiegend kleine und mittlere Firmen ohne Niederlassungen, die hauptsächlich regional Zeitarbeit betreiben, und einige mittlere und große Konzerne, die überwiegend bundesweit, aber auch international aktiv sind. Ende 2006 waren rund 600.000 Arbeitnehmer bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt.

„Nach 45 Jahren Personaldienstleistungsbranche können wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und den Eigenbedarf an Nachwuchskräften für unsere zukunftsträchtige Branche selber ausbilden“, freut sich auch Klaus Pohlmann, Geschäftsführer der Kölner adevis Personaldienstleistungen GmbH & Co. KG, Köln, und Bezirkssprecher des BZA Region Köln.

Ansprechpartnerinnen bei der IHK Köln für weitere Informationen zum Beruf:
Ulrike Gundlach, Tel. 0221 1640-630, ulrike.gundlach@koeln.ihk.de
Brigitte Kohlstock, Tel. 0221 1640-637, brigitte.kohlstock@koeln.ihk.de

(IHK Köln)



 

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